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Neuntes Kapitel.
Von dem Mangel alles Trostes.
1. .Es ist nicht schwer, menschlichen Trost zu ver-schmähen, wann der göttliche vorhanden ist. Es istgroß, ja sehr groß, sowohl des menschlichen als desgöttlichen Trostes entbehren können, und für die EhreGottes gern des Herzens Verbannung ertragen wollen,in keinem Stück sich selbst suchen, noch auf eigenesVerdienst Hinblicken. Was ist's Großes, daß du heiterund andächtig bist, wenn die Gnade kommt! Allen istdiese Stunde erwünscht. Der reitet gar sanft, den dieGnade Gottes trägt. Und was Wunder, wenn derdie Last nicht fühlet, der getragen wird vom Allmäch-tigen und geleitet wird -von dem höchsten Führer!(Phil. Z.)
2. Gern haben wir etwas zum Troste, und schwer-lich wird ein Mensch von sich selbst entkleidet. Derheilige Märtyrer Laurcntius besiegte die Welt nebstseinem Priester, weil er Alles, was der Welt ergötz-lich schien, verachtete, und daß der höchste PriesterGottes, Sirtus, den er am meisten liebte, gleichfallsibm entrissen wurde, aus Liebe Christi gelassen trug.Durch dw Liebe des Schöpfers hat er also die Liebedes Menschen überwunden, und statt menschlichen