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Von der Freudigkeit eines guten Gewissens.
2. Sich rühmen in Trübsal ist einem liebendenHerzen nicht schwer; denn also sich rühmen ist sichrühmen im Kreuze des Herrn. Das ist ein kurzerRuhm, der von Menschen gegeben und empfangenwird. Der Welt Herrlichkeit ist immer begleitet vonder Traurigkeit. Der Frommen Ruhm ist in ihremGewissen, und nicht in dem Munde der Menschen.Der Gerechten Freudigkeit ist von Gott und in Gott,und sie freuen sich der Wahrheit. Wer wahren undewigen Ruhm verlangt, achtet nicht des zeitlichen. Undwer den zeitlichen Ruhm sucht, oder nicht von Herzenverschmähet, der ist überwiesen, daß er den himmlischenweniger liebt. Der hat große Ruhe des Herzens,welcher weder um Lob noch um Tadel sich kümmert(Rom. 5, 1 — 6).
3. Leicht wird zufrieden und friedsam sein, dessenGewissen rein ist. Du bist nicht heiliger, wenn dugelobt, noch geringer, wenn du getadelt wirst. Wasdu bist, das bist du, und vermagst nicht, größer ge-hakten zu werden als du vor Gott bist. Wenn duwahrnimmst, was du bei dir inwendig bist, so wirstdu nicht sorgen, was die Leute von dir sagen. DerMensch sieht ins Angesicht, Gott aber ins Herz(l Sam. 16, 7). Der Mensch betrachtet die Thaten,Gott aber erwäget die Absichten. Allzeit recht thunund gering von sich halten, das ist der Erweis einer