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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
Entstehung
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immer weniger vcm Brüderschaften oder Gesellschaf-ten, welche sich zn Ausübung gewisser Pflichten mit-telst eines Gelübdes verbanden. Ja es scheint, daß,wenn sich jetzt dergleichen zusammcnthnn würden, dieMeisten darüber lachen und Bicle darüber eifernwürden. Das menschliche Herz hat in den Augenjunger Sittcnlchrcr so vieles von seinen Krausen undFalten verloren, der ältere dünkt sich so stark mit sei-nem System, und mancher despotische Gesetzgeber rech-net so viel auf Zuchthaus und Karrcnstrafc, daß esKeiner mehr der Mühe wcrth hält, die geheimenTriebfedern der Menschen zum allgemeinen Besten zuspannen, ihre besten Leidenschaften zu nützen und sieauf mehr als eine Art zu führen. Höchstens suchtman noch ihre Ehrbcgicrdc zu reizen und den Geizdurch Belohnungen aufzuwecken.

Indessen bleibt es doch, wenn wir der Erfahrungnachgehen, eine unlängbarc Wahrheit, daß der Menschleicht hartmäulig werde und die täglich gewohntenStangen oft vor die Brust setze; oder daß die allge-meinen Lehren und Gesetze mit der Zeit ihre Kraftverlieren, und in vielen bcsondcrn Fällen dasjenigenicht mehr wirken, was sie anfänglich in ihrer Neu-heit gewirkt haben. Es bleibt eine sichere Wahrheit,daß der Mensch sich an eine sclbstcrwählte Pflichtlange Zeit eifriger und aufrichtiger halte, als an al-les, was ihm durch die Gesetze befohlen wird; es scynun, daß die Eigenliebe hierunter ihr Spiel habe,