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dem allen ist es doch sonderbar, daß die Nerven, de-ren Zitierung ich deutlich in mir fühle, so eigenwilligmit den erhaltenen Eindrücken spielen, und gleichsameinen Staat im Staate formircn. Wenn ich hierübernachdenke, so freut cS mich oft, daß ich nicht einenTropfen dickes Geblüt, und nicht den mindesten Hangzur Schwcrmuth habe. Was für Erscheinungen würdeich daraus machen, wenn ich Malagrida wäre, undetwas zu inbrünstig vor der H. Theresia gekniet hätte!
Aber nicht meine Augcnncrvcn allein erlaubensich diese Schwärmerei, sondern auch meine ganzePhantasie ist alsdann unaufhörlich mit Gegenständendes Denkens beschäftigt, die sie, ohne sich von mireinreden zu lassen, nach ihrem Willen behandelt. Oftwiderstehe ich ihr, und wende sie eine Zeitlang aufeinen von mir gewählten Gegenstand. Allein dieserKampf greift mich außerordentlich an; ich halte ihnselten über zwei Minuten aus, und merke am Ende,daß die Phantasie gar nicht nachgegeben, sondern fürsich fortgcarbcitct hat, und ich nur bei dem Haftenmeiner Seele an dem erwählten Gedanken ihr Spicl-wcrk nicht beachtet habe. Daher gebe ich ihr auchjetzt nur immer nach, und lasse sie schwärmen. Bringtsie durch ihre Combinationcn was Gutes, so behalteich es, und vergesse das übrige. Sie hält aber seltenlange bei einer Sache aus, und geht durch den ge-ringsten Ncbcnumstand leichtfertig zu einem andern