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Lcscrs geborgen. Ganz anders sind die Herren Nic-dersachscn. Schon in Leipzig waren einige, mit denenich Umgang hielt, der beständige Fluch meiner provin-ziellen Freibeuterei. Es schmerzte mich um so vielmehr, da meine Obcrlausitzcr Sprache eine unglaub-liche Menge der drollichsten Ausdrücke hat. Lcssing,mein Landsmann, hat sie wohl zu nützen gewußt, wieseine theatralischen Schriften auf allen Seiten zeigen.
Auch wegen der Monotonie in Parodiccn bin ichganz Ihrer Meinung. Vcrnachläßigtcs Costumc undContrast des Großen und Kleinen, Wichtigen undUnwichtigen sind Quellen, die jeder Stümper bis zumEkel erschöpft; und woher immer neue?
Wie sehr ich Monotonie in meinem Acncas ver-abscheue, ist dies ein Beweis, daß ich mit jedem Ge-sänge ein andres Metrum wähle. Man sollte nichtglauben, welchen wesentlichen Einfluß eine solche Klei-nigkeit als Sylbcnmaaß und Stellung der Reime aufdie Gedanken und die ganze Form des Ausdrucks habe!
Unsre alten Deutschen habe ich, wie Sie sehenwerden, wenn ich den Acneas herausgebe, nicht unge-braucht gelassen. Eine ganze Menge davon liegt be-ständig um mich herum, und Sic sollten mich manch-mal eher für einen Antiguarius als Parodistcn desMaro halten. Ucbcrhaupt sind die alten Deutsche»meine Lieblinge, von den Minnesängern bis auf Mar-tin Opitz.
Unser Gleim überschickt Ihnen sein Lied an die