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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
Entstehung
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ist mir nie in dem Sinn gekommen, irgend ein Stückals Muster aufzustellen, oder eine Manier ausschließ-lich zu begünstigen, so wenig als individuelle Gesin-nungen und Empfindungen zu lehren und auszubrei-ten. Sagen Sie Ihrem Herrn Vater ja, er soll ver-sichert sehn, daß ich mich noch täglich nach den bestenUcbcrlicfcrungcn und nach der immer lebendigen Na-turwahrheit zu bilden strebe, und daß ich mich vonVersuch zu Versuch leiten lasse, demjenigen, was vorallen unfern Seelen als das Höchste schwebt, ob wires gleich cingcschn haben und nicht nennen können,handelnd und schreibend und lesend immer näher zukommen.

Wenn der König meines Stücks in Unehren er-wähnt, ist es mir nichts befremdendes. Ein Viclge-waltigcr, der Menschen zu Tausenden mit einem ei-sernen Scepter führt, muß die Prodnction eines freienund ungezogenen Knaben unerträglich sinken. Uebcr-dieS möchte ein billiger und toleranter Geschmack wohlkeine Eigenschaft eines Königsfehn, sowenig sie ihm,wenn er sie auch hätte, einen großen Namen erwer-ben würde; vielmehr dünkt mich, das Ausschließendezieme sich für Große und Vornehme. Lassen Sie unsdarüber ruhig sehn, mit einander dem mannigfaltigenWahren treu bleiben, und allein das Schöne undErhabene verehren, das auf dessen Gipfel steht.

Mein Schattenbild liegt hier bei; vielleicht kannich Ihnen bald etwas schicken, das weniger Fläche ist.