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Die vorliegenden Beispiele sprechen deutlicher alsAbstraktionen. Die Frage der gemischten Ehenbeweist, daß sich im Schooße der Gesellschaft Be-dürfnisse bilden, deren moralische Abschätzung sichweder durch polizeiliche noch kirchliche Verbote er-harten laßt. Die Bedürfnisse sind eine Fruchtder Umstände und setzen Stockungen der Sittevoraus, welche nicht immer durch die eigne mensch-liche Unsittlichkeit bedingt werden. Für den glück-lichen Erfolg unbedingter Zwangsgcbotc, mögensie nun aus der Polizeistube oder vom Hochaltarekommen, ist unsre Zeit nicht mehr gläubig genug,und die zornige Verdammung eines Priesters, derBannfluch, den er auf Widerspanstige schleudert,schüttet nur zu seinem Nachtheile Alles zusammenund benimmt ihm, ohne eigne Demüthigung, je-den Rückweg, um sich den gleichgültig in ihrereinmal angenommenen Sitte Fortwandelnden jewieder zu nahen. Wassertropfen höhlen zuletzteinen Stein aus; kein Gesetz ist stark genug,einem Bedürfnisse auf die Lange Trotz zu bieten.