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Oestreichs Aufmerksamkeit war auch damahlszu sehr auf den französischen Krieg gerichtet,als daß die polnische» Angelegenheiten einegroße Wichtigkeit für dasselbe haben konnten.Eben dieses Krieges wegen, hätte Preussenden Russen die Bezwingung der Polen gernallein überlassen. Aber Katharina wollte der»selben ihre Truppen auch nicht allein auf-opfern, und diese rückten daher nur langsamherbep. Der König von Preussen fühlte esjedoch sehr gut, daß die Ausbreitung derpolnischen Revolution besonders seinen Be-sitze polnischer Länder nachthcilig seyn könnte.Er machte daher auch die ernstlichstcn An-stalten, sich der Sradt Warschau, die da-mahls gegen 100,000 Einwohner zählte, zubemächtigen. Um dieß zu verhindern, zogKoschiuschko (seit 6. Jun.) alle Abtheilungender polnischen Armee zusammen. Sie standnun bey Warschau, an der linken Seite derWeichsel, in ein verschanztes Lager zusam-mengedrängt. Das rechte Ufer der Weichsel,und Praga, blieb für die Zuführe und denRückzug offen. Erst nach einigen Wochen(2. Zul.) ward die Stadt von den Preussenzur Uebergabe aufgefordert. Dieß geschah
durch