Druckschrift 
19 (1808)
Entstehung
Seite
74
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Eingeweide so gewaltsam zerrissen, dafi dasdadurch verursachte Fieber, nach zehn Tagen(29. März 1792), seinen Tod herbeyführle.Gustav ertrug die schrecklichen Schmerzen,mit welchen die Annäherung desselben beglci«tet war, mit der heldenmüthigsten Standhafttigkcit. Er dictiere und unterschrieb, im Ster«ben begriffen, noch manche Verordnung, Erhielt an seinen Nachfolger eine eben so geist»volle, als rührende Abschiedsrede.

Gustav wurde nicht völlig 47 Jahre alt.Sein Körper von mittlerer Größe war, alser starb, sehr hager. In seinen Gcsichtszü«gen zeigte sich Sanftmuth mit Ernst vcrei«tstgt. Das große Auge blitzte von Feucr^aber die beyden Hälften seines Gesichtes wa«ren einander ungleich. Der feinste Staats«mann, der hinrcissendste Nesistr, der warm«sie Volksfreund, der den frcyesten Zutritt er«laubte, der, in den meisten lebenden Spra«chen mit gefälliger Leichtigkeit sich ausdrüftkend, .für einen Mann von vorzüglichenKenntnissen, von edlem Geschmacke, für ei«nen Tonkünstler, Schauspieldichter, Zeichner,gelten konnte, der, kühn, unternehmend,

tapfer