58
eitclte jedoch ein heftiger Wind. Der russi-sche Admiral Kruse bewies sich bey dieser Ge-legenheit eben so vorsichtig als tapfer. DreyTage hernach (5. Jun.) kam die große rus-sische Flotte von Neval herbey. Diese zähltenun, die krvnstädtische Abtheilung dazu ge-rechnet, Zo Linienschiffe und 18 Fregatten.Die schwedische Flotte, der sie sehr überlegenwar, wurde von der russischen, mit welchersich die Schärenflotte vereinigte, immer mehrin die Bucht von Wyburg zurückgedrängt,und endlich ganz eingeschlossen.
In dieser, von Schweden getrenntenStellung, kämpfte die schwedische Flotte mitdem Ungemach des Hungers und Durstes,welches Gustav und Karl mit ihren Solda-ten und Matrosen theilten. Die Noth warso groß, daß sich Gustav entschließen mußte,von dem Obergcncral Saltikow zu Wpburgein Fäßchen mit Wasser, und einen Vorrathvon Lebcnsmittcln, zu seiner Tafel anzuneh-men. War dieß verschieden, von einem mä-ßigen Schisse mit Eßwaaren, Wasser undFrüchten, das Katharina dem Könige geschickthaben soll? Gustavs sonst so brave Solda-ten