Druckschrift 
12 (1803)
Entstehung
Seite
188
Einzelbild herunterladen
 

188

sollen. Er mußte sich entschließen, zu ihmnach Eger zu kommen; er mußte ihm, bc-sonders am Tage einer Schlacht, den Ober-befehl über beyde Armeen abtreten, undüberhaupt auf die Gewalt, in Ansehung derStellung und des Marsches der vereinigtenArmee Anordnungen zu machen, ganz Ver-zicht leisten. Eine Umarmung in Angcsichtedes HccrcS, welche demselben zum Beweiseder Aussonung diente, stimmte mit den in-nern Empfindungen sehr wenig übcrcin.Waldstcin konnte die Freude, die er überMaximilians Demüthigung empfand, dochnicht genug verbergen. Bey Eger schloßsich nun die bayrische Armee an die waldstci-nische an, und die vereinigte Kriegsmachtwar gegen 60000 Mann stark.

Dieser großen Armee durfte sich GustavAdolf nicht entgegen stellen, und doch hatte erdie Vereinigung nicht thätiger zu verhinderngesucht. Vielleicht rechnete er auf die sichereAussicht, daß Maximilian und Waldstcinihre Verstellung nicht lange würden fortsetzenkSnncn. Waldstein wollte aber seine damah-lige Ucbcrlcgenheit nicht zu Gustav Adolfs

Nach-