duldsame Regierung des Kaisers äusserst ge-drückt fühlten. Wie viele von den vornehm-sten Personen des Adels hatten nicht ihreGüther vcrlohren, wie vielen war von denJesuiten und andern Geistlichen, von militä-rischer Gewalt unterstützt, die katholische Re-ligion aufgedrungen worden; wie viele saheneiner Armee, die sie von dem traurigen Zu-stande bcfreyen sollte, mit Sehnsucht entge-gen! Und diese Armee erschien jetzt. Arn-hcim setzte sich, nachdem er vier Wochen inder Lausitz verweilt hatte, (im Set. i6zi)endlich in Bewegung, um in Böhmen ein-zurücken. Nirgends fand er Widerstand.Die schwachen kaiserlichen Garnisonen zogensich überall zurück, und eher, als es Arn-heim selbst vermuthete, befand er sich in derNahe der Hauptstadt Prag. In dieser gastes viele protestantische Bürger, und destoweniger kaiserliche Soldaten. Dennoch würdeman bis zur Ankunft des FeldmarschallsTicffenbach, der aus Schlesien hcrbeyrückcnsollte, die Stadt haben vertheidigen können.Der Oberste, Graf Maradas, würde dieAufsicht über diese Vertheidigung gern über-nommen haben. Ohne einen ausdrücklichen
Befehl