nicht nur im Lateinischen, sondern auch imFranzösischen, Deutschen und Italienischen,eine besondere Fertigkeit zn erlange»; hattein den mathematischen Wissenschaften, undvornehmlich in der Taktik, eine vorzüglicheKenntniß sich erworben. An gcsnndc, undnicht an leck'erh-fte Speisen gewöhnt, hatteer sich von seiner ersten Jugend an zur Er-duldung aller Mühseligkeiten abgehärtet.So bildete sich der Feldherr, der auf demdamahligen Schauplatze des Krieges eine soerhabene Rolle spielte; der erste Feldherrseines Jahrhunderts und ein Muster für diefolgenden; der Urheber einer ganz neuenKriegskunst. Aber der große Feldherr wußteseinen Unternehmungen ein Gepräge derGottesfurcht zu geben, das zur Vermehrungdes Vertrauens auf seine Unternehmungensehr viel beytrug.
Zur Bcschasstigung und Ausbildung sei-ner militärischen Gaben bekam Gustav Adolfdurch den Krieg mit seinem Nachbar, demKönige Siegmund von Polen, bald Gele-genheit.^) Dieser so oft unübcrlegsam han-delnde
*) Theil XI, S. ioz. 126.