Druckschrift 
12 (1803)
Entstehung
Seite
83
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jener bekam für iz Millionen Kriegskosten,die er berechnete, die Oberpfalz. Das Für-stcnthum Kalenberg räumte man dem Gene-ral Tilly, als ein Unterpfand seiner Forde-rungen, ein. Wenige protestantische Fürstenverlohren zwar ihr Land; aber alle klagtenüber den unersetzlichen Schaden, der ihnendurch die ungeheuren Erpressungen der heil-losen Krieger zugefügt worden war. Bran-denburg berechnete ihn zu 20, Pommern zu10, Hessen zu 6 Millionen Thaler. Abernoch mehr als die Fürsten seufzten die armenUnterthanen, die oft alles, selbst ihre Hütte,verlohren hatten. Die barbarische Habsuchtder waldsteinschen Soldaten hatte den höch-sten Gipfel erreicht. Sie überließen sich allenArten von sinnlichen Ausschweifungen, um,wegen der geringen Hoffnung zur langen Le-bensdauer, nur recht geschwind zu genießen.Waldstcins Charakter schien sich, in Ansehungder Erpressungen, immer mehr zur Unabhän-gigkeit zu stimmen. Zur Vergrößerung desUnglücks thaten seine Officicre im Kleinen,das was er sich im Großen erlaubte. Muß-te nun unter diesen Umstanden die Sehnsuchtder Deutschen nach dem Ende dieses KriegesF 2 nicht