Druckschrift 
12 (1803)
Entstehung
Seite
30
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ZV

ans einem Lande in das andre fliehen, un»die böhmischen Herren verlohrcn ihre Rechte,ihre Guther, und znm Theil ihr Leben.

Der brave Graf von Mannsfeld, dermit den Uuioustruppcn jetzt fast allein nochim Felde stand, sah sich gezwungen, Böh-men der kaiserlichen Uebermacht zu überlas-sen. Slawata und Martinitz, die, wegender Behandlung, die sie von den evangeli-schen Standen erfahren hatten, von Racheglühetcn, wußten, durch den Jesuiten La-mormaiui, Ferdinands Beichtvater, unter-stützt, denselben zu einer unbarmherzigenBestrafung der Empörer zu bestimmen.Neben dem Rathhause in der Altstadt wurdeeine hohe Bühne errichtet, um dem be-täubten Volke ein warnendes Schauspiel desSchreckens zu geben. Die Reihe der 27Männer, die hingerichtet wurden, begannder Graf Joachim Andreas Schlick, gewe-sener böhmischer oberster Landrichter, dender Kurfürst von Sachsen, auf den Rathseines Hofprcdigcrs Hoc, ausgeliefert hatte.Diese Hinrichtung glich überhaupt derjenigen,die Christian II zu Stockholm vornehmen

ließ.