Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
356
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digcn König; Odoachcr, dcv BeherrscherItaliens, bekümmerte sich um die übrigenProvinzen des ehemahligen weströmischenKaiscrthumcs gar nicht; der griechische Kai-ser Zeno war zu weit entfernt, und zu ohn-mächtig, um zu helfen, und die arianischcnWcstgothcn und Burgunder waren bey denkatholischen Bewohnern Galliens verhaßt.Unter solchen Umständen konnte der neun-zehnjährige, rasche Chlodcwig sehr leicht denEntschluß fassen, das Land, welches dieRömer in Gallien noch im Besitze hatten,in seine Gewalt zu bringen. Sehr baldfand er einen Vorwand, sich vom Sya-grins beleidigt zu glauben. Er schickte dem-selben (486) eine 'Ausforderung zu einemTressen zu. Chlodewig zog mit keinem gro-ßen Heere aus; .'doch leisteten ihm nochzwey andre fränkische Fürsten Hülfe. Erdrang bis Soissons vor. Syagrius wurdegeschlagen. Er flüchtete nach Toulose, derResidenz des wcstgothischcn Königs; aber derdortige Hof wagte es nicht, dem drohendenChlodcwig die Auslieferung desselben zu ver-weigern, und Syagrius, der letzte römischeOberbefehlshaber in Gallien, wurde hinge-richtet.