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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
358
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Z53 Entwurf zu neuen Werken.

fange solcher Instrumente erwarten konnte: ich habe diebeyden, welche am meisten abweichen, bey mir gehabt,und will ihr Verhältniß anzeigen.

Das erste von meinen Hygrometern, welches HerrHurter verfertigte, habe ich §. ü l. angeführt. Es istkreisförmig; der Durchmesser seines Zifferblattes so wieder ganzen Maschine, ist ^ ^ Zoll, und seine Höhe ic>Linien: der Nsthheinstreifen windet sich um die Wal-zen herum, und ist mit messingenen Ringen versehen:seine Verändrungen in der Länge setzen eine Axe im Mit-telpunkte in Bewegung. Die ganze Maschine ist offen,und also haben die Dünste hier einen freyen Zutritt.Dieses Instrument, das vielleicht wegen eines stärkernReibens weniger einer Genauigkeit fähig ist, als dasandre, ist ihm jedoch zum gewöhnlichen Gebrauche vor-zuziehen : vorzüglich weil der Streifen hier gegen ei-nen Zufall gesichert ist, und man es also ohne großeSorgfalt an Oerter, deren Grad der Feuchtheit manwissen will, bringen, und es in den Zimmern mit gerin-gerer Besorgnis) wegen unbehutsamer Domestiken las-sen kann.

Das Hygrometer wird zum Gebrauche im gewöhn-lichen Leben nützlicher seyn als das Thermometer, undes ist für die Physik sehr wichtig, daß man es allgemeinbeobachte. Unsre Empfindung unterrichtet uns weit un-sicherer von den Verändrungen in der Feuchthcit als inder Wärme, und kann uns sogar bey den ersten hin-tergehen. Ich habe oftmals von kranklichen Personensagen hören, daß die Luft feucht wäre; ob es gleichmeine Hygrometer nicht anzeigten. Sie schrieben alsoeinem Ueberflusse von wässrigcn Dünsten zu, was viel-leicht von der Gegenwart eines unbekannten Fluidumsherrührte; und es ist wichtig solche Nachrichten zu sam-meln.