Von den Wirk, und Ursach. in derAtmosph M
samer, und hörte sogar fast gänzlich auf sich damit zubeschäftigen. Fangen die Kenntnisse der Natur nicht an,einen Grad zu erreichen, wo man, zwischen der kühnenUnwissenheit und der Schüchternheit, welche die erstenEntdeckungen alter Irrthümer einflösten, in der Mittebleiben sollte?
H. 848.
Die Chemie war eines von den größten Hülfsmitteln,wahre Einsichten in der Physik auf unsrer Erde zu er-langen, und sie ist auch bey der Physik des Universumsnicht ohne allen Nutzen. Die Chemiker sind nach, denFeldbcbauern die ersten, welche einige Gewalt über dieNatur ausgeübt haben, und wenn der Anfang dieserWissenschaft die Alchemie hervorbrachte, so muß unsdies nicht wundern, weil sie noch iy ihrer Kindheit war.Die ersten Chemisten hatten keine Kenntnisse von den un-mittelbaren Ursachen: sie hatten gewisse Wirkungen dermerkbaren Substanzen aufeinander, die, wie sie es nann-ten , auf dem nassen und trocknen Wege hervorge-bracht wurden, bemerkt und hernach immer näher ent-deckt: sie glaubten an vier Elemente, an deren Zer-legung sie nicht einmal dachten; und da sie nur auf eineempirische Weise verfuhren, waren ihre Systeme überdie Ursachen ohne alle wirkliche Idee von Verhältnißder Ursache zur Wirkung: ihre dunklen Ideen, welchenur von denen, die für ihre Wissenschaft enthusiastischeingenommen waren, begriffen werden konnten, habenewige Philosophen glauben gemacht, daß kein solchesVerhältniß in der Natur vorhanden sey; so daß ihre zugroße Kühnheit zu viel Schüchternheit hervorbrachte.
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