Voll den Gewittern. 141
weil sich hier nichts findet, was nicht jedem schönen undstillen Gommertagc gemein wäre. , Die Sonne, derenStrahlen kaum ihre angehäuften Dünste durchdringen,
erscheint ihnen roth und ihrer Strahlen entblöß "
Die elastischen (nicht präcipitirten) Dünste sind ebenso durchsichtig als die Luft selbst. Wenn sich ein stetesZittern der Lichtstrahlen an schönen Tagen findet, so ge-schieht dies allein wegen Unterschiede in dem Brcchungs-vcrmögen, welche diese Strahlen ohne sie aufzuhaltenbeugen. Die Dünste werden durchsichtig bleiben,denn Herr von Saussure nimmt sie nicht in ihrem Machl-MUIN an und er schreibt sogar der Luft eine Wät'Mezu,die im Stande sey zu verhindern, daß sie sich zer-setzen. Man sieht ohne Zweifel bisweilen die Sonneroth und ihrer Strahlen berauht; dies geschichtaberzur Zeit des Nebels oder durch trockne Ausdünstungenwie im Sommer 178z; welches gar keinen Bezug aufden Fall hat, den Herr von Saussure hier voraussetzt.
§. 66o.
Nach dieser Stellung von Umständen als Vorläufereines Gewitters fährt er fort: ^Bald erreicht die Höheder Dunstsäule die Gegenden, wo die Verdünnung derLuft dem elektrischen Fluidum Freyheit sich zu bewegengiebt."' Ich halte mich hier einen Augenblick bey demAusdrucke Dunsisaule auf. Wenn die Luft, wie Herrvon Saussure glaubt, die Dünste austost; so könnensie sich nur mit ihr erheben. Beym Mapimum und derTemperatur von enthält sie nach ihm nur ^ unddiese Temperatur ist die größte mittlere Wärme, die mander in Bewegung seyenden Säule zuschreiben könne. Nie-mals an einem solchen Tage wie er ihn hier annimmt,erreichen die Dünste, sogar nicht beynahe, ihr Mas'i-MUM in der Luft. Ich sehe also nicht wie diese Dunst-