Z24
Oberaufsicht über die Verbesserung desselbenübergab er dem Abte Fclbiger, der (1724zu Vreslau gcbohren) erst regulirter Chor»Herr des Stiftes Sagnn war, wo er einenTheil seiner müßigen Stunden dein Stu-dium der besten Schriftsteller der Römer wid-mete, wo er sich mit einer zweckmäßigernLchrart bekannt zü machen suchte. Auf dieEmpfehlung des fchlesischen Ministers Schienberndorf wurde er (5758) Prälat zu Sagan.Dadurch erhielt er eine glückliche Gelegentheit, sich um den Schulunterricht wirklichverdient zu machen. Er schickte zwey Lehrernach Berlin, damit sie sich mit der Methodeder dasigcn Realschule bekannt machen möchtten. Seine Schule zu Sagan wurde jetztein Muster für alle katholische Schulen inSchlesien, und Friedrich II fühlte sich da-durch bewogen, für diese Schulen (176z)ein eignes Lehrer - Semiuarium zu stiften,über welches Fclbiger eine äusserst thätigeAufsicht führte. Seine Verdienste waren zuWien so bekannt, daß Marie Theresie, alssie den Schulen ihrer Monarchie eine zweck-mäßigere Einrichtung geben wollte, den Kö-nig bath, ihr den Abt Felbigcr auf einige
Jahre