Druckschrift 
18 (1807)
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drid überbringen sollte, auf Befehl des Kö-nigs/anzuhalten, und ihm seine Briefschaftteil abnehme!! zu lassen. Nun eisie sie mitChoiseulS geheimen Billiettc zum König; nunwußte sie ihm das verräkhcrische, daS könig-liche 'Anschn beschimpfende Benehmen dessel-ben so eindringend vorzustellen, daß Ludwigim Unwillen (1770 am 24. Dcc.) ein em-pfindliches Handbillictt an Choifenl abgehenließ, durch welches er ihn seiner Minister-stclle entsetzte, und nach dem LustschlosseChantcloup, im Bezirke von Tours, ver-wies. Eben dieses Loos traf seinen Freund,den Duc dc Praslin, dem er vor zwey Jah-ren (1768) die Stelle eines Kriegs - undSceministers abgetreten hatte. Choiseul be-hielt übrigens alle seine Einkünfte, die sichauf weit mehr, als eine halbe Million be-ließen. Daher befand er sich auch im Stande,seinen Vcrbannnngssitz so kostbar auszubauen,daß er, nach seinem Tode (1785), für vierMillionen Livres verkauft wurde. Freylichhinterließ er eine Schnldenmcnge von 10Millionen. Aber seine, vorzüglich demVortheile des Staates gewidmete Freygebig-keit kostete auch sehr viel. Er hielt an allen,

selbst