Druckschrift 
18 (1807)
Entstehung
Seite
70
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Ludwig XV war beynahe auf dem Wege,in seiner Lebensweise eine große Veränderungvorzunehmen. Dieser Entschluß war eineFolge von einigen traurigen Ereignissen inseiner Familie. Ein ftühzciiigcr Tod raubteihm (1765 am 20. Nov.) seinen Dauphin.Dieser vortreffliche Prinz, der Vater desunglücklichen Ludwigs XVI, der (geb. 4.Sept. 1729) von warmer Menschenliebedurchdrungen, keine» höhcrn Beruf, keinreineres Vergnügen, als die Verbreitungdes Glücks, der Freude, kennte, dessen Lc<bcn in einer fast ununterbrochnen Reihe edlerHandlungen bestand; der, zwar fähig undlernbegierig, aber auch heftig und trotzig,durch eine sorgfältige Erziehung und Unter-weisung, einer der liebenswürdigsten Prin-zen geworden war, für den die. Musik, Philo-sophie und Religion den vorzüglichsten Reihhatte, der vermählte sich zum erstenmahl(1748) mit der spanischen Jnfantin MariaTheresia, und, als diese schon im ersten Wo-chenbette starb, mit Maria Joseph«, derTochter Augusts III von Polen. Seine krie-gerischen Talente zeigte er (1745) in derSchlacht bey Fontenoi. Seit dieser Zeit war

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