Druckschrift 
18 (1807)
Entstehung
Seite
38
Einzelbild herunterladen
 

Z3

sehr bedenklichen Kampfe begriffen, auch demdritten seinen schwachen Trotz zu biethen.Die Appellation eines sicilianischcn Bischofsan den päblriichcn Stuhl diente ihm zumVorwande, dem Kaiser Karl VI, als Königebeyder Sicilien, die uneingeschränkte grifftliche Gerichtsbarkeit in dem Jnselrciche strei-tig zu macheu, und er wagte es, die Mini-ster, welche die Rechte des Königs verthei-digten, mit dem Bann, und das Reich, mitdem Jntcrdict, zu belegen. Gegen die Bulle,die seinen geistlichen Ucdcrmuth beurkundete,crklärreu sich alle katholischen Mächte, alseine Kränkung ihrer Hoheitsrcchte. Derhartnäckige Clemens ließ sich aber dadurch sowenig zur Besinnung bringen, daß er viel-mehr dem Könige von Neapel die kirchlicheObergcrichtsbarkeit fcyerlich absprach. SeinNachfolger, Znnocenz XIII, (1721-1724)betrieb zwar die Sache nicht weiter; er konntejedoch dadurch nicht verhindern, daß der ohn-mächtige Stolz des Kirchenobcrhauptes einGegenstand der Verachtung wurde.

Bald erschien jedoch Vencdict XIII (1724 -17Z0) dessen Mönchsgeist sich für seine hohe

Würde