2?
stehenden Familie/ kränkte den Stolz deshohen dänischen Adels zu sehr, als daß erihm seine uneingeschränkte, eigenmächtige Re-gierung hätten verzeihen können. Die vie-len Leine, die durch ihn um ihre Aemterund Grellen gekommen waren, fühlten sichmit der lebhaftesten Erinnerung gegen ihnerfüllt. Aber auch das Militär harre zur Un-zufriedenheit über seine StaatsverwaltungUrsache. Struensee hob, unter dem Ver-wände des übermäßigen Aufwandes, die Fuß-garde auf, und die Leute, aus welchen siebestand, sollten, als Grenadiere, nnrer an-dre Regimenter vertheilt werden. Diese ver-sammelten sich hierauf, um sich bey der ihnenentzogenen Wache mit Gewalt zu behaupten.Struensee ließ sie nun in die Casernen brin-gen, und ihnen daselbst weder Geld noch Le-bensrnittel reichen. Dennoch bezeigten sie sichnicht geschmeidiger, weil die Bürger ihnenübcrflüßigcn Unterhalt verschafften.
Kopenhagens Bürger waren durch dieVcrlaumdungen der Feinde Struensees, undvornehmlich durch die Ränke der KöniginIuliaua, mit sehr ungünstigen Gesinnungen
gegen