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Doch Ludwig XIV, dessen Einfluß sichüber ganz Europa verbreitere, fand es denPlanen seiner Eroberungssucht sehr angemes-scn, Oestreichs Kriegsmacht in Ungern zu belschäfftigcn. Daher unterstützte er die Miß»vergnügten nicht allein mit Geld und Kriegs-bedürfnissen, sondern er schickte ihnen auchOfficiere, und sein Gesandter zu Coustanti-nopcl bewirkte, daß der Großsultan an die-sen Handeln Antheil nahm. Ein großerTheil der Mißvergnügten in Obcrungern hat-te den Grafen Emerich Tüküli zum Anführergewählt; da jedoch viele Magnaten sich nichtmit ihm einlassen, sondern vielmehr mit demKaiser vergleichen wollten, so gcrieth Tökölitn ein so lebhaftes Gedränge, daß er (1682)die Pforte um ihren Beystand bath, undMohamcd IV sagte ihm, durch seinen Groß-wcssir Kara Mustafa verleitet, diesen Bey-stand zu. Die Pforte verlangte nun vomKaiser Leopold, er sollte sein Kriegsvolk ausUngern herausziehen, und dem Grafen Tö-köii die Länder, auf die er Anspruch machte,einräumen. Leopold, der bey seiner damah-ligen Lage gegen Frankreich, einem neuenKriege mit den Türken auszuweichen wünschte,
schickte