Druckschrift 
13 (1805)
Entstehung
Seite
363
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Ausschweifungen erlaubte, schon ohncdießihre Unzufriedenheit. Die deutschen Reichstfürstcn zeigten auch keine grase Bereitwillig-keit, ihre Landcskindcr für das Haus Oest-reich in Ungern fechten zu lassen. Der Hofzu Wien hätte sich daher sehr gern mir derPforte verglichen; aber der Großwcsstr ver-langte, ausser den Festungen, noch einenjahrlichen Tribut von 50200 Ducaten, und2 Millionen Thaler Kriegskosten. Leopoldund seine Minister bothen nun alle Mittelauf, um den Türken ein ansehnliches Heerentgegen zu stellen. Der deutsche Reichstagbewilligte endlich (166z) eine Geldunterstüz-zung von 50 Nömcrmonathcn. Einige Für-sten gaben auch Kriegsvolk her. Dennochbclicf sich dje Armee in Ungern, die unterMontccucculi's Befehl stand, doch nicht hö-her, als auf 20000 Mann. Von den 20000Ungern, die sich an sie anschließen sollten,war ein großer Theil unbrauchbar. Um soungehinderter konnte der Großwessir, mitseinen 140000 Streitern, bis Gran vordrin-gen, konnte er, nach einer Belagerung von6 Wochen (im Sept.) die Festung Neuheusel

erobern.