Druckschrift 
13 (1805)
Entstehung
Seite
166
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mehr durch ihren Geist als durch ihren Körper,weniger durch ihre Tugenden, als durch dieSchwache und Verdorbenheit der Männer,herrschten. Zu diesen herrschenden Frauen gc-hörten nun vorzüglich die Maitressen des Kö-nigs, die durch das böse Beyspiel, das sie demHofe und dem Volke gaben, durch den verderb-lichen Aufwand, den ihre Unterhaltung vcrnr-sachte, durch die Prachtlicbe und Verschwendung,die sie veranlaßten, durch die Begünstigungunwürdiger, und die Zurücksetzung verdienst-voller Männer, durch die Verwirrung, welchedie Erhebung ihrer Kinder, in der ReichS-perfnssung verursachte, großen Schaden tha-ten, Unter diesen Maitressm war jedoch ei-gentlich nur Eine, deren Einfluß fortdauerte.T e anspruchslose, bescheidne, zärtliche Bal-liere war schon durch die Liebe des Monar-chen glücklich genug; Madame dc Fontangcs,und c,ie Prinzessin von Monaro, hatten zuwenig Verstand, auch lebten sie nicht langegenug, um sich recht geltend zu machen. Aberdie eben so ehrsüchtige, als schöne Frau vonMontelpan hatte Geist und Glück genug,um Ludwig XIV wenigstens 10 Jahre langzu leiten. Nur eine kurze Zeit vom Hofe

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