Druckschrift 
13 (1805)
Entstehung
Seite
123
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der wurden aus Paris verwiesen, und daSParlament wagte es seit der Zeit niemalswieder, gegen die Anordnungen des HofesEinwendungen zu machen. Ludwigs XIVhcrcschsüchtigcr Charakter entwickelte sich jetztimmer merklicher. Zugleich nahm sein Kör»per immer mehr von dem Ehrfurcht einflö»senden Anschn an, das zur Unterwerfungunter feinen Willen so mächtig vorbereitete.Aber der (1654) noch nicht sechzehn Jahrealte Monarch ficng schon an, ein Wollüstlingzu werden, fieng schon an, Liebschaften zuhaben, die auf seine Ncgierungshandlungenwirkten. Mazarini sah ihm in diesem Punk»te gern nach, zumahl da seine erste daucr»hafte Liebschaft auf seine Nichte, die zwarnicht schöne, aber geistreiche Mancini, fiel.Eben diese Liebschaften waren Ursache, daßer erst im ein und zwanzigsten Jahre zurVermählung schritt; zu einer Vermählung,die mit den politischen Händeln dieser Zeit,mit dem Kriege zwischen Frankreich und Spa»nien, im Zusammenhange steht.