Druckschrift 
13 (1805)
Entstehung
Seite
107
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Prinz soll aber, >vic man sagt, nicht selbstdarin gesessen haben. Doch am Ende wardas Publicnm zweifelhaft, ob Mazarini, oderNetz, der Urheber dieser Mordanschläge wäre.Vielleicht waren sie beyde nicht ohne Schuld.Denn das Spiel politischer Leidenschaftenwar damahls sehr vielseitig. Netz, ein Haupt«gcgncr des Hofes, wollte doch, von der Kö-nigin unterstützt, Cardinal werden, und dieKönigin und Mazarini wünschten sich vondem furchtbaren Gegner zu bcfteycn. Siegewannen ihn endlich durch die Herzogin vonChevreuse, deren Tochter für Netz sehr vielAnziehendes hatte. Mit Hülfe desselben ge-lang es ihnen, dem Prinzen Conti das Zu-trauen der Frondeurs zu entziehen. Condewurde verleitet, selbst den Befehl zur Ver-haftung eines von den Vcrschwornen, an dieGens d'Armes zu unterzeichnen. Seitdemüberließen ihn die Frondeurs seinem Schick-sale, und nun wurde er, so wie Conti unddie Longuevillc, (1650 Jan.) ohne weitereUmstände, im Louvre verhaftet, und nachVinccnncs gebracht. Wahrend daß diesesgeschah, lag die Königin, in ihrer Kapel-le, mit ihrem elfjährigen Sohne, auf den

Knieen