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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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werdest. Oder sollte der Bräutigam in Dornengehen, und die Braut weichlich leben? Würdesich das wohl reimen.

Die geschaffene Dinge müssen dir nichtsester am Herzen hangen, als die Handschuhean den Händen.

ä3. Begegnet dir etwas UnaugenelnneS,so danke der Hand, die so mildiglich ihre Gna-den mittheilet, und betrübe dich nur, wenn dukein Kreuz hast. Doch wähle dir selbst keines,laß eS dir die Vorsehung geben.

Das Beste ist, alles Gott überlassen,und nichts selbst wählen.

ä5. Was bedarfst du mehr als Gott?Soll Er dir nicht genug seyn?

^6. Du sollst auch an den Mitteln nichthangen, die zu Gott führen. Du sollst nuran Gort allein hangen, den du um so reinerfindest, fe mehr du von allem andern loS bist.

ä7. Die Last des Kreuzes fühlen und tra-gen, die Gott unfern Schultern auflegt, ist dasvollkommenste Gebet.

ä8. Die äußerste Armuth (des Geistes)erfüllt uns am reichlichsten mit Gott. Augen-blicke eines solchen Armuthsgcfühlcs find mehrwerth, als tagelange Gebete, die nur in Ge-danken und lieblichen Empfindungen bestehen.Denn Leiden heißt mit Christus seyn, und inso guter Gesellschaft seyn, heißt beten. Alleinunsre größte Krankheit ist die, daß wir nichtsglauben, als was uns unsere Sinne sage».

äl). WaS hilft es dir, daß du dein Gutden Armen schenkst, deinen Leib kasteycst, undin deiner Andacht voller Inbrunst bist? Dieß