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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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ist so innig mit seinem Vater vereiniget, daßwer Ihn sieht, der sieht anch den Vater. Wennwir nun so in Jesu verwandelt wären, wie wires seiner Absicht gemäß durch die heilige Kom-munion werden sollten, so müßte jeder, der unssieht, Jesum sehen.

Allein an diese liebreiche vollendete Verei-nigung mit Gott denken die wenigsten, die zurheiligen Kommunion gehen. Es mangelt ihnenschon, was doch nothwendig dem allen voraus-gehen muß, der Sinn Jesu Christo gleichförmigzu werden, welches nur dadurch geschieht, daßdurch die Wirkungen der Gnade ihre natürlicheNeigungen vernichtet, und an ihre Stelle dieübernatürlichen gcpflanzet werden, so daß dannnichts mehr in ihnen wirket, als bloß Christus.Wenn eine Seele in diesem Zustande die Kom-munion empfängt, soll sie mit denn gegenwärti-gen Jesus in Einfalt vereiniget bleiben, und Ihnruhig in ihr wirken lassen. Er wird sie ausihr selbst ausführen, daß sie nicht mehr ihr selbstnoch in ihr selbst lebt, sondern ganz Ihm gleich-förmig, wie Er, und durch seinen Geist, nichtwie die Welt, und durch den Geist der Weltlebet. (Gal. 2, 2U.)

Diese Vereinigung in der Kommunion istunaussprechlich. Wie der Vater und Sohn,wie das Wort und die Menschheit im SohneEins seyn, gerade so soll die Seele mit JesusEins werden. Jesus muß ganz in ihr seynnach der Gottheit und Menschheit; Jesus mußin ihr wirken, beten, anbeten, lieben, arbeiten,leiden, und sie muß das alles in Jesu thun, sodaß durch diese vollkommnc Vereinigung zwi-