I.
Von der Vorbereitung zur heiligenKommunion.
Wer in der heiligen Kommunion öfters sei-nen Gott empfangt, dessen ganzes Leben solleine stete Vorbereitung zu diesem heiligen Ge-nusse seyn. Wie dann alle seine Handlungen,eben weil sie in Hinsicht der Konnnunion ge-schehen, heilig nnd von Gnade erfüllt seyn müs-sen, so folgt, das« das ganze Leben eines solchenMenschen, der öfters l'onnnunicirt, eine steteUebung und Reihe heiliger und übernatürlicherWerke seyn muß.
Wie das Brod ist, das wir in diesem heili-gen Sakramente genießen, so muß auch unserLeben sey». Das natürliche gemeine Brod nährtdas natürliche Leben; das Brod der Gnademuß ein Leben der Gnade, ein heiliges, gött-liches, über das menschliche erhabenes Leben mit-theilen. Dieses Leben kennen, und suchen die-jenigen nicht, die nur so ein gemeines Lebenführen, die sich selbst und ihre eigne Ansichtennicht verlassen wollen, um sich Christo zu schen-ken, der sich ihnen gern mittheilen, und ihrLeben seyn möchte.
Die beste Zubereitung ist, von Ihm (oderdurch Ihn) leben, indem man Ihn genießt-