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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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drucke widerstehe»? Mögen andere ihrem Be-rufe »ach viel zum allgemeine» Besten wirken;mein Loos ist, zu brenne» in der Liebe Gottes,im Gebete zu verharren, und ein armes undverachtetes Leben zu führen.

O Jesu! Du Freund meines Herzens, giebdiesem Herzen deinen göttlichen Geist, daß ichdein Leben führe! Wie groß ist deine Niedrig-keit! wie so reich deine Armuth! ich bin krankvor Verlangen nach dem Besitze deines göttli-chen Geistes, der da machte, daß du diese Sachenso sehr liebtest!

7. Der erste Schritt zu Gott ist die Ent-blößung von den Schätzen, Ehren und.Lüstender Welt. So lang man Neigung zu diesenDingen hat, so kann man Gott nicht finden;denn was man liebt, von dem wird man gefes-selt. So lange die Geschöpfe im Herzen sitzen,findet Gott keinen vollkommenen Platz und Be-sitz. Solche Dinge müssen wir nur^aus Nothgebrauchen, und behalten mit der Bereitwillig-keit, wenn sie uns genommen werden, uns in-nigst darüber zu erfreuen.

8. Sehr wenige sind mit dem Nothdürfti-gcn zufrieden, man will immer mehr haben,und sucht immer Futter für die Eitelkeit. Wersich auch nur wenig betrübt über den Verlustzeitlicher Dinge, der hat noch die Welt im Her-zen. Lasset uns nur begnügen, wennwir Nahrung und Decke haben; übrigenslasset uns in Gott bleiben, und seiner Liebe,und angenehmen Gegenwart genießen; das istuns genug. (1 Tim. 6, 6. 7. 8.) Haben wirnicht genug, unserm Stande gemäß zu leben, so