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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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zustehen vom Schlafe, und die Augen znöffnen.

So lange wir nicht wache» mit JesuChristo, so lange schlafen wir mit der Welt.Mit Jesu wachen heisst sein Leben le-ben, so gesinnt seyn, nnd handeln, wie Ergesinnt war, nnd gehandelt hat. Ehre, Glücknnd Wohlergehen machen uns Gottvergessen,schläfern uns ein; darum müssen wir sie für ver-dächtige Dinge ansehen, und vielmehr mit Jesudas Gegenrbeil lieben, die Schmerzen, dieLeiden und Verschmähungcn.

II.

Wer Gott besitzt/ entbehrt alles leicht.

Gott ist in mir, und ich in Ihm; nnd nichtskann mich von Ihm scheiden, weil Er unermeß-lich, nnd also unaufhörlich in mir gegen-wärtig ist. In Ihm und in der unzertrenn-lichen Vereinigung mit Ihm fülstt sich meinHerz so vergnügt, und ganz befriedigt, daß ichaller Geschöpfe, auch der liebsten beraubt seynkönnte, ohne es zn empfinden; vielmehr jeentfernter alles von mir, desto näher ist nurGott, und je gleichgültiger ich mich überalles erhebe, wie es auch immer seyn, und ge-nennet werde» mag, desto »sehr fühle ich meinHerz mit Gott vereinigt, und mit Frendc er-füllet. Welcher Reichthum Gott gefundenzu haben! Gott kaun man aber nicht finden,ohne Daraugcbnng und Verlust alles klebrigen.Welche Seele sich beklagt über den Mangel,oder die Abwesenheit eines Geschöpfes, die hat