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zustehen vom Schlafe, und die Augen znöffnen.
So lange wir nicht wache» mit JesuChristo, so lange schlafen wir mit der Welt.Mit Jesu wachen heisst — sein Leben le-ben, — so gesinnt seyn, nnd handeln, wie Ergesinnt war, nnd gehandelt hat.— Ehre, Glücknnd Wohlergehen machen uns Gottvergessen,schläfern uns ein; darum müssen wir sie für ver-dächtige Dinge ansehen, und vielmehr mit Jesudas Gegenrbeil lieben, — die Schmerzen, dieLeiden und Verschmähungcn.
II.
Wer Gott besitzt/ entbehrt alles leicht.
Gott ist in mir, und ich in Ihm; nnd nichtskann mich von Ihm scheiden, weil Er unermeß-lich, — nnd also unaufhörlich in mir gegen-wärtig ist. In Ihm und in der unzertrenn-lichen Vereinigung mit Ihm fülstt sich meinHerz so vergnügt, und ganz befriedigt, daß ichaller Geschöpfe, auch der liebsten beraubt seynkönnte, ohne es zn empfinden; vielmehr — jeentfernter alles von mir, desto näher ist nurGott, und je gleichgültiger ich mich überalles erhebe, wie es auch immer seyn, und ge-nennet werde» mag, desto »sehr fühle ich meinHerz mit Gott vereinigt, und mit Frendc er-füllet. Welcher Reichthum — Gott gefundenzu haben! — Gott kaun man aber nicht finden,ohne Daraugcbnng und Verlust alles klebrigen.Welche Seele sich beklagt über den Mangel,oder die Abwesenheit eines Geschöpfes, die hat