auf der andern Seite wollte ihnen Nußlandeinen Herzog nach seinem Wunsche geben.Sie wählten aus beyden Uebeln das letzlre.Eine Deputation derselben ersuchte den mäch-tigen Günstling der Kaiserin Katharine, denGrafen von Biron, um seinen Beystand.Zetzt durften sie sich freylich nicht mehr wei-gern, diesen glücklichen Abkömmling einesReitknechts unter die Zahl ihrer Mitglie-der aufzunehmen. Der Kaiser Karl VI hatteihn bereits in den Reichsgrafeustand erhoben,und die vornehmsten Höfe von Europa be-warben sich wetteifernd um seine Freundschaft.Unter diesen Umständen konnte es gar nichtunerwartet seyn, als ihn (17Z7) die Kaise-rin Anna den kurländischen Ständen zumHerzoge vorschlug. Auch wurde er von derVersammlung derselben in der HauptstadtMietau, welche von einigen Compagnienrussischer Reiter besetzt war, wirklich ge-wählt.
Als Herzog von Kurland erhielt Bironim Grunde kein größeres Anschn, als erschon bisher behauptet hatte. Er war undblieb derjenige, der aus. Nußlands damah-lige