Druckschrift 
15 (1805)
Entstehung
Seite
223
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Kummer nicht. Sie wurde gefährlich krank.Ihr Gemahl ließ sie, als ihre Genesungangefangen hatte, guf ein Lustschloß bringen,um sich der Vollendung ihrer Genesung destoungestörter überlassen zu können. Königsmarkbegleitete indessen (168z) den Prinzen Karlvor Wien. Der Prinz starb daselbst denHeldentod, Königsmark aber kehrte glücklichzurück. Die Freude, die Sophie über seineRückkunft empfand, war um so lebhafter,je höher das feindschaftliche Verhältniß zwitscheu ihr und ihrem Gemahle sich indessengespannt hatte. Georg vergaß sich bey einerUnterredung, wo ihre Vorstellungen und ihreVorwürfe ihn in Zorn brachten, so sehr, daßer sie bey der Kehle faßte, und baß nur ihrängstliches Schreyen, durch welches Leuteherbeygelockt wurden, sie vielleicht von cinxcnoch schlimmern Mißhandlung rettete. Wütlhend kündigte ihr nun Georg feine unversöhntltche Feindschaft an. Um so unentbehrlicherwurde ihr der Umgang mit Königsmark.

Dieß konnte den scharfsichtigen Augender Damen vom Hofe nicht lange verborgenbleiben, Man sprach von dem Umgange

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