Druckschrift 
14 (1805)
Entstehung
Seite
306
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den Unternehmungen, die man (1705) gegendie Franzosen ausführen wollte, gelingenkonnte. Der Befehlshaber eines jeden Reichs-contingcnts wollte blos nach der Instructionseines Hofes handeln; die Contingente kamengewöhnlich erst im Julius herbey, und nachdrey Monathcn sehnten sie sich schon wiedernach den Winterquartieren. Die Batallionewaren selten vollzählig. Man hatte ihnenoft ihren Sold noch nicht ausgezahlt. Esfehlte ihnen an den Lebensbedürfnissen. Ebendeswegen mußte man auch eine der gutenKriegszucht gar nicht angemessene Nachsichtbeweisen, und man durfte diejenigen, diedas Lager, oder wohl gar ihren Posten, ver-ließen , nicht mit aller Strenge bestrafen.Dadurch wurde aber der Reichs - Obcrgencral,der Markgraf Ludwig von Baden, von derAusführung einer planmäßigen Unternehmungabgehalten. Da aber die Franzosen ihreTruppen in den Niederlanden nöthig hatten,so konnten am Rheine keine Ereignisse vongroßer Wichtigkeit vorfallen. Indessen warendie Deutschen im folgenden Feldzuge (1706)in so schlechter Verfassung, daß sie die Fran-zosen von den innern Ländern nicht mehr zu-rück-