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bittere Vorwürfe, daß er in einer heftigenAnwandlung des Zornes sie vor den schwän-gern Leib stieß. Dieß beschleunigte ihrenTod. Nun hielt ihr Nero die Leichenrede;nun brannten bey ihrem Scheiterhaufen soviele Räncherspcccrcycn, als das glücklicheArabien kaum in einem Jahre hervorbringt.So starb Poppaa, die, um ihre Schönheitzu erhalten, sich täglich in der Milch von500 Eselinnen badete.
Neros Fertigkeit in den Lasiern undsinnlichen Ausschweifungen nahm mit denJahren zu, wo sich bey andern ein reiferVerstand einzubinden pflegt. Seine Ver-schwendung stieg jetzt unbegreiflich hoch.Auf seinen Reisen, die sehr oft vorfielen,wurde seine Garderobe von mehr als tausendWagen fortgezogen. Die mit kostbarenDecken gezierten Maulthiere hatten silberneHufeisen, und die Kutscher trugen Röcke vonGold - oder Silberstoff. Auf das Lcichcn-begängniß seines Licblingsaffen verschwendeteNero das ganze Vermögen eines reichenWucherers. Seine Verschwendung zeigte sich«ber vornehmlich in den Geschenken für den
römi-