Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
468
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seine Mutter in den freundschaftlichsten Aus-drücken zur Theilnahme an diesem Feste ein.Er empsicng sie, als sie anlangte, mit derehrerbiethigsten Zärtlichkeit, er that alles,um ihr den Aufenthalt zuBaja recht angenehmzu machen, und als sie nun wieder von ihmschied, da begleitete er sie bis ans Ufer, danahm er von ihr einen rührenden Abschied.Agrippina bestieg das für sie bestimmte Schiff.Ausser ihr befanden sich nur zwey Personenauf demselben, der Steuermann und eineKammerfrau. Die See war eben und ruhig,und an dem heitern Himmel glänzte sanftesSternenlicht. Die Götter, sagt der Geschicht-schreiber Tacitus, schienen diese Nacht mitVorsatz so schön gemacht zu haben, damitman den boshaften Anschlag, den man aus-zuführen gedachte, dem Winde und den Wellennicht zuschreiben könnte. Plötzlich stürzte, aufein gegebenes Zeichen, die durch Bley be-schwerte Decke so gewaltsam ein, das; derSteuermann von ihr erschlagen wurde. Aberdie Säulen des Bettes, auf welchem Agrippinamit ihrer Kammerfrau lag, waren so stark,daß sie der hereinbrechenden Decke Widerstandhatten. Auch sank das Schiff, wegen eines

Miß-