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Claudius (54) im S4stenJahre seines Alters!Seine Gemahlinnen und seine Günstlingehatten seine Schwachheiten ganz vortrefflichzu ihrem Vortheile benutzt. Keine derselbenwurden aber mehr gemißbraucht, als seineFurchtsamkeit und Gefühllosigkeit. Claudiuswar blöde genug, den Tod der vornehmstenMänner, und selbst die Hinrichtung seinerGemahlin Mcssalina, die wider seinen Befehlgeschehen war, nicht zu ahnden. Er wurdeaber, nach der Entdeckung einer Verschwörung,selbst so sehr zur Grausamkeit gestimmt, daßer ungewöhnliche Foltern und Todesstrafenkaum erwarten konnte; daß er kein blutigesSchauspiel versäumte; daß er keinem über-wundenen Kämpfer das Leben schenkte, umdas Vergnügen , die Zuckungen der Sterbendenzu beobachten, nicht einbüßen zu dürfen.Dennoch dachte der Senat niederträchtiggenug, um ihm und seinen Günstlingen ausdem Stande der Freygelassenen ganz über-triebene Schmeichele») zu widmen. Die letztemwurden mit den höchsten Ehrenstcllcn undWürden begleitet, deren ihr Stand, denGesetzen nach, gar nicht fähig war. Pallas
hatte