4Z^
fchchand jetzt aus der Reihe der Lebendigen/ohne daß die Seinigcn sein Schicksal rechterfuhren. Durch nichts aber wurde TibersErbitterung arger acreitzt als durch die Ent-deckung, das sein Sehn Drnsns, nicht, wieer geglaubt hatte, durch die Folgen seinerUnmäsigk-it, sondern durch die Bosheit seinerGattin und ihres Ehebrechers, des Scjaus,getödtet worden war. Seit der Zeit fühlteer sich dergestalt zum Blutdurst geneigt, daßpeinliche Untersuchungen seinen liebsten Zeit-vertreib abgaben; daß ihm nichrS ein innige-res Vergnügen gewahren konnte, als Ange-klagte martern und hinrichten zu sehen. Esblieb fast kein Tag ohne Hinrichtung, undzuweilen mußten zwanzig an einem Tagesterben. Oft hatten Weiber und Kinder mitihren Männern und Väiern einerley Schick-sal. Der unmenschliche Tiberius both seinenErfindungsgeisr auf, um das Gefängniß derAngeklagten recht unerträglich, um ihre Mar-tern recht barbarisch, einzurichten. Leute, dieihr trauriges Leben durch den Selbstmord zuendigen wünschten, nöthigte der abscheulicheWüihcrich dasselbe unter lauier Qualen undTodesfurcht, fortzusetzen. Er ließ Angeklagte,
die