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altcn Bewohner Latiums ab. Hierzu geselltensich, vornehmlich seit den Zeiten des NumaPompilius, ctrnsctsche Ncligionsmciuungcn undGebräuche. Etruscisch war der Glaube, daßman die Götter bey allen Unternehmungen vonWichtigkeit um Rath fragen müsse; daß dieGötter ihren Willen auf mancherley Weise zuerkennen gäben; daß sie die Welt regierten, undihre Vorsehung auf alles erstreckten; das; sie dieBösen bestraften, oder doch vorher warnten,und daß es einsichtsvolle und erfahrne Männergäbe, welche die Anzeigen und Warnungen er-klären könnten. Diese Meinung machte einenHauptcharaktcr der römischen Religion aus, dieeben deswegen auf große Gesinnungen und edleEntschließungen einen so lebhaften Einflußhatte; die so manchen Beweis des wüthigstenPatriotismus hervorbrachte. Zu der Thatverstand cS keine Nation der alten Welt soleicht besser, die Religion als Beförderungs-mittel politischer Absichten zu brauchen!
Die Gegenstände der Verehrung, die Göt-ter, waren bey den Römern meistens eben die-jenigen, welche die Griechen anbcthctcn; nurdaß sie ihre Geschichte etwas anders erzählten,daß sie ihnen andre Nahmen gaben. So hat-ten