Daher war es für junge Aerzte, die sich inihrer Wissenschaft auszeichnen wollten, sehrwichtig, nach Alexandrien zu reift::. ErasißeratuSund Herophilus stifteten Zwey Schuten, die einengroßen Ruf hatten, und die Schule des erstemhat besonders zu Smirna lange Zeit geblüht.Die Aerzte theilten sich schon in Dogmatlker undEmpiriker, und die Arzneywissenschaft wurdeschon in drey Zweige, in die Diätetik, Phar«rnaceutik und Chirurgie, abgesondert. So großaber das Maaß > er Aufklärung i«t Ansehungmcdicmischsr Kenntnisse war, so wenig konnteman doch die Neigung zum Gebrauche magischerHeilungsmittel unterdrücken. Mit der Schwel«ae-rey und Ueppigkeit, die unter einem großenTheile des Menschengeschlechtes dieses Zeitaltersherrschte, mußte natürlich auch die Zahl undStärke der Krankheiten zunehmen. Die Pest,mit welcher jedoch manchmahl eine ansteckendeKrankheit verwechselt wurde, verursachte nichtnur zu Rom, sondern auch zu Karthago, eingroßes Menschcnsterben. Sie wüthete aberdamahls noch höchst selten in den Landern,die tu unser» Zeiren die schrecklichen Folgenderselben so oft empfinden. Sollten wohl dieKrankheiten, die man sich durch Ausschweifungen
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