Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
368
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Z68

Diogenes 5), gicng in seiner Philosophievon dem Grundsätze aus, daß man sichbestreben müsse, der Natur zu folgen. SeineVerehrer glaubten sich nun berechtigt, allenihren natürlichen Trieben ohne weitereUcbcrlegnug zu folgen. Da nun Diogenes,der vornehmste derselben, wegen seiner arm?seligen, unreinlichen Lebensart, den Spott»nahmen Kynilos (der Hund) erhielt, sowurden die Mitglieder dieser philosophischenSchule Kyniker genannt. Ein anderer ange»sehener Philosoph, Pyrrho von Klea inArgolis, gleichfalls ein Zeitgenosse Alexanders,hatte den sehr richtigen Gedanken, daß manan allem so lange zweifeln müsse, bis manvon der Wahrheit desselben sich völlig über»zeugt fühle. Dieser Gedanke artete aberunter seinen Verehrern in Zweifclsucht aus,und sie wurden daher Skeptiker (Zweifler)genannt. Epikur, aus dem Gebiethe vonAttika (st. 270), der die Philosophie erst znLampsaklls und nachher zn Athen lehrte, warder vernünftigen Meynung, daß der Hauptzweckdes philosophischen Studiums Lebensweisheit,

oder

Th. Nl, S. 5Y.