Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
258
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daß sich der auf dem Throne sitzende Antoniusauf einmahl ganz allein sah. Antoniuswünschte, Cleopatra möchte ihr Schiff verlassen,und bey ihm speisen; ihre Bitten bewogenihn aber, der schönen Königin entgegen zugehen, und sich von ihr zuerst bewirthen zulassen. Den prächtigen und feinen Geschmack,den Antonius an der Tafel der Cleopatrabewunderte, konnte der römische Trinmvirnicht erreichen, vielwcniger übertreffen. IhreVerantwortung kostete ihr nun wenig Worte,und Antonius fühlte seitdem die Herrschaftihrer Schönheit so mächtig, daß sie ihn demRande des Abgrundes immer naher brachte.

Seine Gemahlin Fulvia, die er in Romzurückgelassen hatte, wünschte ihn den Armender Cleopatra zu entreißen, und sie suchtedies sogar durch einen Bürgerkrieg zwischenihm und dem Üctavius zu bewirken. Zur E»retchung dieser Absicht war ihr der Schwager,der Consul Lucius Antonius, behülflich. Erbenutzte des Octavius eigenmächtige Negierung,und die zu Rom herrschende Theurung, demOctavius Feinde zu machen. Dieser schloßihn jedoch in Perusia (Perugia) ein, und Lucius

mußte