ihrer reichen Guthsbcsiher. Da half eS nicht,daß man die eroberte Länderey, die schonurbar war, unter die eigentlichen römischenBürger vertheilte, daß man die übrige andie gemeinen Bewohner Roms, oder an dieItaliener, verpachtete; die reichen Bürgerwußten sie der ärmern Classe durch allerleyMittel aus den Hände» z» winden, umihren Geircidcwucher desto höher treiben zukönnen. Eine große Menge römischer Bürgerbefand sich daher in den dürftigsten Umstanden.Ihr Elend vermehrten die vielen Sclaven,die aus den eroberten Landern nach Romgeschleppt wurden, wo sie den ärmern Be-wohnern desselben den zum Unterhalte ihresLebens nöthigen Verdienst entzogen. Unzährlige Familien irrten daher in der äusserstenArmuth umher, während daß die Grundstückeder Reichen sich bis zur Größe von Provinzenvermehrten«
DaS traurige Schicksal der geringernVolksclasse Roms erregte bey manchem Men-schenfreunde Empfindungen det gerührlestenMitleids. Aber lange wagte cS niemand,sich der so sehr gedrückten Bürger mit Nach-druck