Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
188
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Ptolcmaus der Blitzende seinem Vater entrissenhatte. Dieser war bey dem Besitze desThrones, den er sich durch die Schätze desSeleucus, und die noch übrigen Truppen desLysimachus verschafft hatte, nicht lange ge-blieben. Ei» großer Schwärm von den Be-wohnern des angränzendcn Ungern, und andrerwestlichen Lander von Europa, die man Celtenoder auch Gallier nannte, war unter der An-führung des Velgius (279) in Makedonieneingefallen, und Ptolemaus hatte bey dieserGelegenheit sein Leben eingebüßt. Zwar hatteSosthenes, ein edler Jüngling, sein Vater-land von den Barbaren besrcyt; allein einandrer Haufe derselben von 165020 Köpfen,den Brennus anführte, überschwemmte undverheerte nicht nur Makedonien, sondern auchGriechenland.

Sosthenes mußte sich mit seinem kleinenmuthloscn Heere, zurückziehen, und die Mace-donier verbargen sich hinter die Mauern ihrerStädte. BrennuS drang hierauf bis in dieGegend von Delphi vor, um die herrlichenSchätze des Apollstcmpcls zu einer kostbarenBeute zu machen. Seine Gallier fielen überden vortrefflichen Wein, und die wohlschmecken-den