Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
14
Einzelbild herunterladen
 

l4

den Peloponnes vordringen konnten. DieAthener sahen jetzt das Kricgsglück der The-bancr mit neidischen Angen an, und diesewurden dadurch auch so übermüthig, daß sie»ach der Herrschaft zur See strebten. Dochihr vortrefflicher Epaminondas, der Urheberihrer größten Siege, wurde vom Tode ineiner siegreichen Schlacht überrascht, die (z6a)bey Mantinca in Arcadicn vorfiel. BeydeTheile fochten mit der bewundernswürdigstenTapferkeit, als wenn dieses Treffen durchausentscheidend seyn sollte. Epaminondas sehtesich der Gefahr so unerschrocken aus, daß erendlich verwundet wurde. Er sank zu Boden,und wurde sprachlos weggetragen. SeinUnfall erfüllte die Thebaner mit Wuth, unddie Feinde wurden geschlagen. Kaum hattesich Epaminondas wieder etwas erholt, soerkundigte er sich nach seinem Schilde. Mansagt ihm: cS wäre gerettet. Er laßt es holen,und küßt es. „Wer hat die Schlacht ge-wonnen?" fragte er hierauf weiter. „DieThebaner," war die Antwort. „Nun, sagteer, „so ist alles gut!" Als es seine Freundebedauerten, daß er so frühzeitig, und ohneKinder sterben müßte, antwortete er: „Meine

Siege