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Gastmahle, sehr genau. Sein Witz war ebenso munter als angenehm, und sein Geistzeichnete sich eben so sehr durch Standhaftigkeit,als durch Entschlossenheit, aus. Seine Schülerhegten die zärtlichste Ehrfurcht für ihn.
Ein Mann von den vortrefflichen Geistes-und Herzenseigenschaften des Sokrates mußtebald für manchen andern, der durch ihn verdun-kelt wurde, ein Gegenstand des Neides werden ;seine strenge Moral zog ihm manchmahl Haß zu.Dieser Neid, und dieser Haß, äusserte-sich erst inWorten, hernach in Handlungen. Zuerst suchteder Schauspieldichter Zlrisiophanes den Sokratesauf dem Theater lächerlich zu machen, um da-durch die Hochachtung, die das Publikum für ihnhegte, zu vermindern. Aristophancs, sagt man,wäre von einem gewissen Anytus, dem Haupt-feinde des Sokrates, dazu verleitet worden. Ebendieser und der Staatsrcdner Lykon brachten esin der Folge (400) dahin, daß ein junger kühnerMensch, Nahmens Melitus, eine förmlicheKlage gegen den Sokrates anbrachte, in welcherer denselben beschuldigte, eine neue Religioneingeführt, und der Jugend falsche Grundsatzeeingeflößt zu haben. Sobald die Freunde desSokrates die Gefahr desselben erfuhren, so
waren