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2 (1801)
Entstehung
Seite
112
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lind stürzte ihn zur Treppe des Tempelshinunter. So behandelte Tarquin seinenehrwürdigen Schwiegervater. Noch unmensch-licher aber behandelte ihn seine leibliche Tochter.Sic bcwog ihren Gemahl, denselben umbrin-gen zu lassen, und die höchst vcrabschcuungs-würdige Tochter nöthigte den Kutscher, überden Leichnam ihres Vaters hinzufahren(5Z4).

So gelangte Tarquin der Tyrannische aufden Thron. Seine Regierung war so beschaffen,daß sie den Römern die Königswürde völligverhaßt machen mußte. Eigenmächtig wurdeer König, und eigenmächtig war sein ganzesVerfahren. Er schaffte sich eine starke Leib-wache von Ausländern an. Die Senatoren,die sich seinen Absichten widersetzten, hattendas Schicksal, hingerichtet oder verbannt zuwerden. Verdienste und Reichthum waren inseinen Augen Verbrechen. Selbst sein Ver-wandter, Marcus Zunius, und einer vonden Söhnen desselben, mußte sterben, damitsich der habsüchtige Tyrann ihres Vermögensbemächtigen konnte. Der jüngere Sohn desMarcus, Lucius IuniuS, entgieng dem traurigen

Schick-